| Flugbild INTRIGA (zurück) | |
| Ist die "Spitze" (also das schmalere Ende) unten, benötigt die
Drächin einen Schwanz, um dann (je nach Wind) recht stabil und ruhig in
den Himmel zu streben und dort auch selbstbewußt stehen zu bleiben. Wird
die Spitze nach oben gewendet, nimmt die Drächin (nach entsprechender
Veränderung der Waageeinstellung natürlich) ohne Schwanz geflogen in etwa
die Flugcharakteristik von asiatischen Kampfdrachen an.
Allerdings ist die Drachendame ausgesprochen launisch und entwickelt insbesondere in dieser Flugposition ("Spitze" oben) je nach Windstärke leicht unterschiedliche Charaktereigenschaften. Bei kräftigerem Wind neigt sie dazu, sehr präzise und elegant auf engem Raum zu torkeln, was sich leicht durch die je nach Position wirkenden Kräfte in den einzelnen Segeln erklärt: Neigt sie sich nach rechts, bekommt das linke obere Nebensegel mehr Druck, so daß sie sich wieder nach links umlegt, bis der Wind auf das rechte Segel wirkt. Dabei spielt die Segelspannung eine erhebliche Rolle: Bei erhöhter Segelspannung wirkt sich dieses Torkeln stärker aus, bei geringer werden die Bewegungen langsamer. Natürlich kann man dieses eigentlich reizvolle Verhalten auch in dieser Flugposition durch einen Schwanz dämpfen oder ganz unterbinden. Gleichermaßen läßt sich die Drächin - bei entsprechenden Windverhältnissen natürlich - elegant loopen, indem man das bei Kampfdrachen probate System von Push and Pull anwendet, dabei dreht die Drächen sehr enge und präzise Loops, deren Zentrum mitunter noch in der Segelfläche liegt. Unter Verwendung des angegebenen Materials entsteht ein Leichtwinddrachen, der ab ca. 1 Beaufort gut abhebt. Da das Gestänge sich unter dem Druck der Segel unter Umständen starkt verformt, sollte die Drächin nicht in höheren Windstärken geflogen werden. Allerdings verfügt sie auch über sehr gute Segeleigenschaften, so daß sie bei stärkeren Winden gut flacher gestellt werden kann. | |