Entstehungshintergrund INTRIGA  (zurück)
Der Plan zu INTRIGA entstand während einer langweiligen Sitzung, als draußen bei klarstem Sonnenschein ein sanfter Südost blies. Das dadurch provozierte Träumen von Drachen führte zum zwanglosen Herumkritzeln auf einem Blatt Papier. Beim Herumspielen mit auf dem Dreileiner "Trigon" von HQ/Invento basierenden Dreiecksformen kam nach und nach der Plan zu einem etwas ungewöhnlichen Einleiner zustande, der grundlegend auf einem aus drei Streben bestehenden, symmetrischen Dreieckskreuz basiert. Dabei entstehen vier gleichseitige Dreiecke, eins in der Mitte und drei darum herum angeordnet.

Eigentlich würde eine solche Konstruktion wohl schon flugfähig sein, wegen des ungünstigen Verhältnisses zwischen dem durch das Gestänge bedingten Gewicht und der Segelfläche jedoch skizzierte ich zusätzliche "Nebensegel" ein. Im Gegensatz zu den starren "Dreickssegeln" dachte ich mir diese Nebensegel als über Gummis abgespannt. Es gab anfangs keine besondere Logik für diesen Schritt, denn genausogut hätten alle Einzelsegel zu einer gemeinsamen Fläche verbunden werden können, ich fand einfach nur, daß es "schick" aussähe.

Als die Skizze soweit fertig war (und da die Sitzung immer noch ausgesprochen langweilig war), fing ich an zu überlegen, was passieren würde, wenn die obere Spreize wie etwa bei einem Eddy oder Rokkaku nach hinten abgespannt werden würde, was vermutlich ohnehin im Sinne der Stabilisierung ratsam sein würde. Dadurch ergäbe sich offenkundig ein Spalt zwischen dem oberen "Nebensegel" und den darunter liegenden Segeln. Die beiden seitlichen "Nebensegel" hingegen würden hinter die Hauptsegelfläche geraten. Ich versuchte mir vorzustellen, wie der Wind auf diese Kombination unterschiedlicher Segelflächen wirken und - vor allem - wie die einzelnen Segelflächen auf den Wind reagieren würden.

Die Sitzung erforderte zwischenzeitlich meine Konzentration, und ich vergaß die Skizze. Etwas später nahm ich mir das Blatt wieder vor und setzte meine Überlegungen fort. Irgendetwas stimmte jedoch nicht. Ich bemerkte, daß ich die Skizze versehentlich falsch herum hielt. Ich versuchte, mir erneut vorzustellen, wie der Wind auf eine solche Konstruktion wirken würde. Ich kam auf nichts, was die prinzipielle Flugfähigkeit in Frage stellte. Ich entschloß mich, das Ding einfach zu bauen, um Antworten zu bekommen.

Nach ersten erfolgreichen Versuchen mit einem Prototyp und nach erfolgter Beratschlagung mit meinem Local Dealer kam ich dazu, nicht nur die Nebensegel, sondern auch die Dreieckssegel selbst über Gummis abzuspannen , so daß das Segel an keiner Stelle das Gestänge berühren würde. So sollte der Drachen ursprünglich "7in1" heißen (wobei man sich aussuchen kann, ob das "Seven in One" oder "Sieben in Eins" bedeutet), weil sieben Einzelsegel die Segelfläche bilden.

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